In den letzten Monaten haben wir uns intensiv im Kollegium mit dem Thema Schulentwicklung auseinandergesetzt. Was brauchen unsere Schüler in unserer Schule, damit sie erfolgreich lernen können? Gerne schauen wir dabei auch über unseren Tellerrand und holen uns Anregungen bei anderen Schule. Über unsere Gedanken und Maßnahmen möchte ich sie auf dem Laufenden halten. Viele Dinge haben wir bereits umgesetzt, andere sind noch in der Planung.
An der Mönauschule gibt es seit diesem Jahr ein gemeinsames Belohnungssystem. Für hilfsbereites Verhalten können die jahrgangsgemischten Gruppen Punkte sammeln. Der Punktestand wird zu jeder Monatsfeier ausgewertet. Belohnt wird die Gewinnermannschaft mit einer freien Spielstunde.
Nicht jedes Kind möchte in der Pause rumrennen. Manch einer hat das Bedürfnis sich zurückzuziehen. Damit sich auch diese Kinder wohlfühlen, bietet Frau Weiland unsere Jugendsozialarbeiterin 2mal in der Woche Vorlesepausen an. Diese sind super besucht und tun unseren Kindern einfach nur gut.
Besonders wichtig ist uns, dass unsere Schüler Verantwortung übernehmen, Selbstwirksamkeit erfahren und an ihren Erfolgen wachsen. Wir übertragen ihnen immer mehr Verantwortung für ihr Leben in der Gemeinschaft und für ihr Lernen.
Mehrmals wöchentlich wird in allen Klassen ein ritualisierter Morgenkreis durchgeführt. Diesen moderieren die Kinder selber. Anfangs unterstützt noch der Lehrer. Er zieht sich aber immer mehr zurück, bis die Kinder es ganz alleine schaffen. Vorgegebene Satzanfänge helfen dabei, die richtige Formulierung zu finden. So wird zusätzlich der Ausdruck geschult.
Unsere Mönauschule soll ein Ort sein, den wir gemeinsam gestalten. Auch unsere Schüler sollen zu Wort kommen und gehört werden. In den Klassen findet wöchentlich ein Klassenrat statt, bei dem die Kinder Vorschläge einbringen können, erzählen können, was sie in der Woche gefreut hat oder Konflikte lösen.
Im Ganztag findet 2 Mal im Jahr eine Ganztageskonferenz statt. Die Klassensprecher treffen sich ebenso, um aktuelle Themen zu besprechen. Die Klassensprecherversammlung im 2. Halbjahr steht noch aus und wird das Thema „Gemeinsame Schulregeln“ behandeln.
In allen Klassen üben die Schüler regelmäßig mit der KI-unterstützten Software „Meister Cody“ die Grundfertigkeiten im Rechnen. Zusätzlich sind wir auf der Suche nach einem sinnvollen und wirksamen Übungstool zur Förderung der Lesekompetenz. Der Bedarf an I-Pads ist folglich groß. Mit den finanziellen Mitteln für die Startchancenschulen konnten wir zusätzlich 40 I-Pads bestellen, die wir in Kürze erhalten werden.
Jeder Schüler, jede Schülerin ist einzigartig. Auch in der Schule brauchen die Kinder unterschiedliche Unterstützung oder Herausforderung. Damit wir auf die Bedürfnisse der Kinder besser eingehen können, führen wir in den Klassen Bausteine in Mathematik und Deutsch ein. Einige Klassen arbeiten schon regelmäßig damit, andere Klassen sind in den Startlöchern und bereiten sich vor. Mit den Bausteinen können die Schüler in von den Lehrkräften vorgegebenen Bahnen ihr Lernen selber steuern. Sie können den für sie passenden Sitzplatz wählen, in ihrem Tempo arbeiten, und die Aufgaben selber auswählen. Natürlich müssen sie dabei von der Lehrkraft begleitet werden. Es finden Lerngespräche statt, bei denen über den Lernfortschritt gesprochen wird und das weitere Lernen gemeinsam geplant wird. In manchen Klassen werden sogar die Proben zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Das Konzept kommt auch an den Nachbarschulen gut an. Wir werden von zahlreichen Lehrkräften anderer Schulen besucht, die neugierig sind, wie wir unseren Unterricht verändern. Die Einführung der Bausteine ist noch nicht abgeschlossen. Wir tauschen uns im Kollegium regelmäßig aus, mit dem Ziel, für die Schule ein einheitliches Vorgehen festzulegen.
Vielleicht sind Ihnen schon die neuen Sitzgelegenheiten in den Fluren aufgefallen. Diese konnten wir mit den Mitteln des Startchancenprogramms in diesem Schuljahr anschaffen. Sie werden fleißig genutzt, von Kindern die sich aus dem Klassenzimmer zum Arbeiten zurückziehen wollen, zur Leseförderung mit unseren Lernhelfern, zu Gruppenarbeiten o.ä. Es ist toll anzusehen, wie die Kinder die Ausweitung der Lernflächen gewinnbringend nutzen. Wir werden auch auf der anderen Seite des Flures noch weitere Sitzgelegenheiten aufstellen lassen.
Das Kollegium bildet sich ausführlich zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg weiter. Respektvoller und wertschätzender Umgang ist uns besonders wichtig, auch wenn es Konflikte gibt. Wir wollen in allen Klassen die Giraffensprache (gewaltfreie Sprache) und die Wolfsprache (gewaltvolle Sprache) zum Thema machen. Besonderes Augenmerk wollen wir auf die Frage legen: Was brauchst du, damit es dir gut/ besser geht?
In diesem Zusammenhang entstand mit viel Liebe und Einsatz am Tag der schönen Künste unsere Mönautreppe, die ihren Platz in der Aula gefunden hat. Wenn Sie durch die Glastüren spitzen, können Sie die Treppe entdecken. 2 Kinder, die einen Konflikt lösen müssen, können sich von beiden Seiten aufeinander zu bewegen. Dabei durchlaufen Sie auf jeder Stufe eine vorher eingeübte Strategie zur Streitschlichtung, angelehnt an die Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg.
Viele Aktivitäten an unserer Mönauschule (Sommerfest, Bücherei, Vorlesetag, Mönaubasar etc) können wir nur mit Unterstützung der Eltern schaffen. Die Zusammenarbeit bereichert das Schulleben und wir möchten Eltern, die Interesse haben, vermehrt zu uns in die Schule holen. Aus diesem Grund haben wir im Schuljahr 2025/ 26 zum 1. Mal ein interkulturelles Abendessen veranstaltet. Gemeinsam feierten die verschiedenen Religionen das Fastenbrechen und die Fastenzeit. Zahlreiche Familien kamen und brachten Leckereien aus den verschiedenen Ländern für ein reichhaltiges und unglaublich leckeres Buffet. Eltern, Kinder, Lehrer aßen gemeinsam und es gab Gelegenheit zum Austausch über den normalen Schulalltag hinaus. Weitere Aktionen sind in Planung. Gemeinsam können wir so viel mehr erreichen.
Vor dem Rektorat finden sie die Bank der Freundschaft. Liebevoll am Tag der schönen Künste gestaltet ist sie nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein Ort, an dem man Hilfe bekommt. Am Besten geht es uns in der Mönauschule, wenn die Bank leer bleibt. Siehst du ein Kind dort sitzen, setz dich dazu und frage: Was brauchst du, damit es dir wieder besser geht?
Vielleicht ist Ihnen im Pausenhof schon unsere neue Bank des Spiels aufgefallen? Auch diese wurde am Tag der schönen Künste bemalt. Wenn ein Kind auf der Bank des Spiels sitzt, sucht es einen Spielpartner. Siehst du ein Kind dort sitzen, frag es: „Willst du mit mir spielen?“ So bleibt an unserer Schule niemand allein.
