„Finger in die Ohren – und dann ganz laut!“ „Dobbelinooooooooo“ Die Mönauschule feiert 50-jähriges Jubiläum
Damit endeten nicht nur die Zirkusvorstellungen. Damit endete auch eine sehr aufregende und vielseitige Schulwoche für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Mönauschule in Erlangen.
Vom siebten bis elften Juli besuchte uns, die Mönauschule in Erlangen, der Zirkus Dobbelino aus Braunschweig. Mirjam und Roman von Dobbeler sowie das Team des Zirkus Dobbelino unterstützten die Kinder der ersten bis vierten Klassen bei der Vorbereitung ihrer Zirkusvorstellung.
Im Vorfeld wählten die Kinder den Workshop, welchen sie über die Woche besuchen wollten. Durch die tatkräftige Unterstützung vieler Eltern beim Aufbau des Zirkuszelts, konnte am Montagmorgen das Training in der Manege sowie in der Turnhalle beginnen.
Die Schülerinnen und Schüler erprobten sich in bunt gemischten Kindergruppen im Trampolin-Springen, Poi-Schwingen, in der Akrobatik, beim Seiltanz, Kugellauf, Rola-Bola, Jonglieren, Tellerdrehen und am Trapez.
Die Zirkuspädagogen gaben den Kindern Tipps und Tricks und entwickelten mit ihnen zusammen eine ganz eigene kleine Zirkusnummer. Eine Geschichte um die Zirkusnummer rundete die Vorführung ab.
In der Zeit, in welcher die eine Gruppe nicht trainierte, durchlief sie verschiedene Workshops im Klassenzimmer. So wurde gesungen, Jonglierbälle sowie Pois gebastelt, Masken und T-Shirts gestaltet und vieles mehr.
Für die Vorführungen, das Sommerfest und gleichzeitig die 50-Jahre-Feier der Mönauschule, war es dann nun endlich soweit! Am Freitag, den 11.07.25, präsentierten die Grundschülerinnen und Grundschüler in zwei Vorstellungen ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten, den Zirkuskanon und welche Zirkusnummern sie einstudierten.
So spielten die Akrobaten eine Mannschaft, welche das Deck des Schiffes schrubben musste. Radschlag – auch freihändig, Handstand, Flick-Flack und viele Elemente mehr, zeigten die Akrobaten. Menschenpyramiden und Akrobatikelemente an Leitern gehörten ebenfalls dazu. Die Seiltänzer warteten im Regen an der Bushaltestelle und kamen auf die Idee, sich die Wartebank zum Seiltanz nützlich zu machen. Im Rhythmus der Musik und im Dunkeln schwangen die Poi-Schwinger ihre Pois. Mit viel Sonne im Herzen zeigten die Jongleure, welche Tricks sie in der Woche erlernten. Die Tellerdreher wurden zum Abwasch gerufen und führten Kunststücke mit ihren Tellern vor.
Auf dem Trampolin bot die Gruppe einen Strecksprung, einen Hocksprung, einen X-Sprung, eine Rolle und sogar einen Hocksprung über eine brennende Fackel dar. Spektakulär!
Viel Geschick bewiesen auch die Kugelläufer auf ihren Kugeln. Die Aliens lernten in der Woche, auf den Kugeln zu stehen und auch zu laufen. Hoch hinaus ging es am Trapez. Ohne Höhenangst zeigten die Piraten ihre Kunststücke am Trapez. Sogar zu zweit, zu dritt und zu viert präsentierten sie ihre Figuren. Mit viel Witz balancierten die Bauarbeiter-Kinder beim Rola-Bola auf ihren Brettern. Nicht nur Gleichgewicht war gefordert. Auf dem rollenden Brett jonglierten sogar noch einige Kinder mit bunten Tüchern. Show-Akte des Zirkusteams Dobbelino rundeten die Zirkusvorstellungen ab. Es wurde gelacht, gestaunt und gejubelt. Auch das Popcorn durfte natürlich nicht fehlen. Dieses gab es am Zirkusstand zu erwerben.
Entsprechend der Zirkuspädagogik lernten die Kinder der Mönauschule in der Schulwoche nicht nur Tricks für ihre eigene Aufführung. Sie schulten ihre motorischen Fertigkeiten, entwickelten schauspielerische Fähigkeiten und erweiterten ihre Sozialkompetenz. In gemischten Gruppen, fern von der eigentlichen Klassengemeinschaft, erlebten die Kinder, was es heißt, mit eher unbekannten Kindern zusammenzuarbeiten, sich zu vertrauen, Hilfestellung zu geben und sich aufeinander zu verlassen. Viele Kinder gingen über ihre Grenzen, hinaus aus ihrer Komfortzone, und gewannen an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Die Freude über das finale Produkt, die gelungene Aufführung am Ende, war riesig!
Dieses Projekt bedurfte viel Vorbereitung, Engagement der Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, des weiteren Schulpersonals, der Eltern und des Zirkusteams. Doch es hat sich gelohnt! Das verrieten die leuchtenden Augen und strahlenden Gesichter am Ende der Zirkusvorstellungen. Die Schülerinnen und Schüler sowie die gesamte Schulfamilie werden sich noch lange daran erinnern.
Verfasser: Tamara Rummel
